Freitag, 19. Januar 2018

Feldberg-Lesung "Olga Benario" im Februar

"Die Geschichte eines tapferen Lebens" - so lautet der Untertitel von Ruth Werners biographischem Roman „Olga Benario“. Dieses Buch, 1961 erstmalig gerdruckt, liegt bereits in 20. Auflage vor und wurde in mehrere Sprachen übersetzt.

Nun wäre Olga am 12. Februar dieses Jahres 110 Jahre alt geworden. Das ist uns Anlaß, zu einer Lesung einzuladen, die wir am Freitag, dem 23. Februar, gestalten wollen. Wir – das sind Mitglieder des Ruth-Werner-Vereins und des Kulturvereins Feldberger Land – erwarten Sie als Interessenten um 19:00 Uhr im Haus des Gastes in Feldberg.

Es wird der Lebensweg einer jungen Deutschen berührend geschildert, die als Gefährtin des brasilianischen Ritters der Hoffnung, Luiz Carlos Prestes, an der revolutionären Bewegung teilnimmt. Olga wird verhaftet, an die Gestapo ausgeliefert, bringt ihre Tochter im Gefängnis zur Welt, wird ins KZ Ravensbrück überführt und 1942 in Bernburg vergast. Denken wir darüber nach, was ein erfülltes Leben ausmacht.

Donnerstag, 19. Oktober 2017

Dankesnachmittag bei Anneliese

Eine liebevoll vorbereitete Kaffeetafel mit einer leckeren Marzipantorte, auf der „Danke“ stand, empfing die Betreuer der Ruth-Werner-Ausstellung.
Die Vereinsvorsitzende hatte zur Saisonsauswertung eingeladen. Anneliese Schröder konnte in ihrer kurzen Bilanz auf mehrere positive Ergebnisse verweisen, so auf mehr als 100 Besucher über der Zahl von 2016, viele Gruppen, neue Vereinsmitglieder, nur zustimmende Eintragungen im Gästebuch, planmäßige und außerplanmäßige Öffnungszeiten.
.. Zuverlässige und sachkundige Gesprächsführung wurde hervorgehoben. Die Ausstellungstische waren mit neuen Spenden bestückt, z. B. Kindergeschichten, noch unter dem Namen Ursula Beurton veröffentlicht, Originalbriefe, Forschungsergebnisse, neue Sekundärliteratur.
Alle geplanten Veranstaltungen – auch außerhalb der Ausstellung – fanden mit guter Teilnahme statt und erhielten Anerkennung. Beeindruckend war auch die freundliche Blumengestaltung im und vor dem Scheunenladen.
Besonders in diesem Gedenkjahr war das Zusammenwirken mit dem Berliner „Freundeskreis Ruth-Werner“ erfolgreich. Und Peter Beurton wirkte wieder anregend und fördernd.
Der Dank der Vorsitzenden galt vor allem Erika Seiffert, Rainer Dieffenbacher, Gerlinde Hopp, Lothar Ratai, Heiko Haase, Achim und Ingrid Becker, die alle 2018 wieder dabei sein wollen. Erste Vorstellungen gab es schon und einen besonders herzlichen Dank an die Vereinsvorsitzende zurück.

Montag, 9. Oktober 2017

Saisonausklang 2017

Am Sonnabend, dem 30. September, fand die für dieses Jahr letzte Veranstaltung im Carwitzer Scheunenladen statt, die nochmals gut besucht war.

Im Mittelpunkt stand Ruth Werners Publizistik. Interessante Informationen gab es zu drei Werbe – Broschüren, die Anfang der 50er Jahre von der Kammer für Außenhandel der DDR herausgegeben wurden. Der Verein besitzt seit diesem Jahr zwei davon: „Der Anfang“ und „Immer unterwegs“. Die lebendigen Texte stammten von Ursula Beurton und wurdenauch unter diesem Namen veröffentlicht. Sie  wurden in den Band „Gedanken auf dem Fahrrad“ übernommen, aus dem nicht nur die Titelgeschichte zu Gehör gebracht wurde, sondern auch „Mein Freund Todor“. Aktuelle Bezüge waren auffällig und anregend.

„Eine Schale voller Wunder“ leitete über zum diesjährigen Gedenktisch unter dem Motto: Ruth Werner und ihre Freunde. Die langjährige Verbindung mit Natascha, einer sowjetischen Kriegsveteranin, die am gleichen Tag wie Ruth Werner Geburtstag hatte, war berührend und wurde von Peter Beurton mit persönlichen Erlebnissen kommentiert.

Über viele Freunde hat der Verein bereits berichtet, aber z. B. der Nachbar Hans Schaul, Spanienkämpfer, Jude, Journalist und der Herausgeber der „Auskünfte über Ruth Werner“, Joachim Sagasser, oder Willi Kling und Walter Hollitzscher wurden durch den Sohn der Geehrten vorgestellt. Damit wurde auch die Sicht auf die facettenreiche Persönlichkeit Ruth Werners ergänzt.

Kaffee, selbstgebackener Kuchen und Schmalzstullen waren leckere Zugaben zu den Gesprächen. Und der Bericht Peter Beurtons über ein neues in England herausgegebenes Buch mit einem Kapitel über seine Mutter erfreute die Teilnehmer.

Auch dieser Nachmittag bereicherte Vereinsmitglieder und Gäste und gab Vorfreude auf die nächste Saison.

Dienstag, 29. August 2017

Die Sommersaison geht zu Ende

Bei unserer Lese- und Gesprächsrunde am 26.8. im Carwitzer Scheunenladen sandten wir freundliche Genesungswünsche an Eberhard Panitz und lasen aus Zeitungen von 1977 bis 2000 Texte zu Leben und Werk Ruth Werners.

Leider konnten wir ja Hermann Kant nur rückblickend gedanklich nahe sein, aber auch seiner Würdigung Ruth Werners wurde mit Respekt, Zuneigung und großem Beifall zugehört.

Beide Freunde und Kollegen hatten auf der Trauerfeier für die Kundschafterin und Schriftstellerin gesprochen.

In aufgeschlossener Atmosphäre wurden Gedanken ausgetauscht, die die Aktualität des Lebenswerkes dieser außergewöhnlichen Frau hervorhoben. Persönliche Erinnerungen brachte Sohn Peter Beurton mit ein.

Die Arbeit des Vereins wurde dadurch bestätigt, dass zwei neue Mitglieder gewonnen wurden. Auch fand die Filmvorführung zu „Sonjas Rapport“ im „Juri“ Anklang, und es wurde angeregt, die Vorstellung zu wiederholen.

Zum Saisonausklang wird am Sonnabend, dem 30. September, um 14:00 Uhr wieder im Carwitzer Scheunenladen mit Ruth Werners Publizistik vertraut gemacht. Dafür wird ein Gedenktisch – Ruth Werner und ihre Freunde - vorbereitet.

Wir laden herzlich dazu ein.

i. A. I. Becker

Dienstag, 15. August 2017

Der Film zum Buch / Vorführung in Feldberg

Der Ruth-Werner-Verein lädt herzlich zum Filmbesuch ein: Am Sonnabend, dem 19.August 2017, wird um 18:00 Uhr im „Juri“ in Feldberg auf dem Amtswerder der Film „Sonjas Rapport“ vorgeführt. Er wurde von der DEFA 1982 gedreht. Bedeutende Schauspieler wie Jutta Wachowiak und Rolf Hoppe gestalten Szenen aus dem Leben der Kundschafterin Sonja.

Mit dem Buch Ruth Werners, das in viele Sprachen übersetzt wurde und in sehr vielen Auflagen ab 1977 erschien, haben wir in unserer Lesung im Juni bekannt gemacht und manchen Interessenten angeregt zum Nachdenken über den Sinn des Lebens.

Vielleicht ist der Raum wieder so voll besetzt wie bei der Lesung im Haus des Gastes wie übrigens auch bei der Veranstaltung zu „Damals bei ihr zu Haus“ am 8. Juli im Scheunenladen. Wir freuen uns über viele Freunde und Neugierige. Sicher wird auch hier Gelegenheit für weitere interessante Aussprachen sein.

Sonntag, 18. Juni 2017

Lesung in Feldberg voller Erfolg

Am 16. Juni 2017 waren trotz mehrerer gleichzeitiger Veranstaltungen in Feldberg, Wittenhagen und Carwitz 24 Besucher im Haus des Gastes. Interessierte aus nah und fern, Mitglieder des Kunstvereins und des Ruth-Werner-Vereins folgten als sehr aufmerksame Zuhörer den ausdrucksvoll Lesenden, Gerlinde Hopp und Ingrid Becker. Fragen und zustimmende Meinungen zum Buch, zur Aktualität des literarischen Werkes und der Persönlichkeit Ruth Werners wurden in aufgeschlossener Atmosphäre geäußert. Zeitzeugenmaterial, ein historisches Plakat, ein Bild, ein Getränk und Blumen rundeten den Eindruck ab wie auch die musikalische Begleitung durch Martin Krüger.

Donnerstag, 8. Juni 2017

Notiz zu Veranstaltung am 8. Juli

Am Sonnabend, den 8. Juli, um 14:00 Uhr lesen wir aus Ruth Werners Text "Damals bei ihr zu Haus", wozu wir herzlich einladen. Im Carwitzer Scheunenladen lässt ein Besuch der Autorin bei Falladas Suse, also Anna Ditzen, im Carwitzer Garten am Haus die bedeutenden Frauen lebendig werden. Anna Ditzen hatte anläßlich des 90. Geburtstages von Fallada noch einmal Freunde zu Gast, auch wenn sie damals schon in Feldberg wohnte. Es ist eine Zeitreise. Die Geschichte ist in der Broschüre "Carwitzer Notizen" 1985 veröffentlicht worden.

An diesem 8. Juli wird auch das Video des NDR von 2014 über Ruth Werner gezeigt, da am Vortag des Todestages der Schriftstellerin gedacht wird.

Ingrid Becker