Sonntag, 5. April 2020

Vorausblick 2020

Liebe Freunde Ruth Werners,
auch wenn wir die Jahresmitgliederversammlung des Vereins nicht durchführen konnten, hoffen wir, dass wir im Sommer oder früher doch aktiv werden. Über mögliche Veranstaltungen informieren wir rechtzeitig.
Vorgesehen sind z.B.
am Sonnabend, dem 18. Juni, anläßlich des 20. Todestages Ruth Werners eine Lesung der promovierten Soziologin Ellen Händler: „Unerhörte Ostfrauen. Lebensspuren in zwei Systemen.“
und am Sonnabend, dem 5. September, ein Gespräch mit Dr, Andrej Reder zu seinem Buch über das Leben seiner Eltern: „Dienstreise“, in dem auch über das „sibirische Steppenpferd“ Auskunft erteilt wird.
Beide hatten bereits unsere Ausstellung im Carwitzer Scheunenladen besucht, die wir nach Möglichkeit bald wieder eröffnen wollen.
In der verbleibenden Zeit durchforsten wir zu Hause unseren Fundus und lesen u. a. in Ruth Werners Büchern. Wir wünschen allen: Bleibt gesund und habt Freude auch an stillen Ostertagen.
i. A. des Vorstandes: Ingrid Becker
05.04.2020

Freitag, 20. März 2020

Verschiebung der Jahresmitgliederversammlung

Die Jahresmitgliederversammlung wird verschoben. Der neue Termin geben wir in Kürze bekannt

Montag, 9. März 2020

Einladung zur Jahresmitgliederversammlung

Zum Sonnabend, den 4. April, um 10.00 Uhr hat der Vorstand zur Jahresmitgliederversammlung ins Feldberger Haus des Gastes eingeladen. Auch Gäste sind herzlich willkommen.

Zu Beginn werden wir mit Dankbarkeit und Wehmut an zwei bedeutende Persönlichkeiten denken:

Am 18. Februar fand die Trauerfeier für Michael (Maik) Hamburger den ältesten Sohn Ruth Werners, in Berlin statt. Wir werden ihn nicht vergessen. Besonders werden wir uns an den beeindruckenden Bericht und die Lesung über seinen Vater Rudolf Hamburger, den ersten Ehemann seiner Mutter, erinnern. „Zehn Jahre Lager.Als deutscher Kommunist im sowjetischen Gulag“ - mit dieser Veröffentlichung regte er an, über die würdige Gestaltung des eigenen Lebens nachzudenken und sich für humanistische Werte einzusetzen.

Am gleichen Tag, dem 18. Februar, verließ uns Erika Seiffert, Mitbegründerin unseres Vereins, nach schwerer Krankheit für immer. Sie hat das Vereinsleben mit geprägt, die Ausstellung betreut, Lesungen und Gesprächsrunden in Carwitz und in der Fallada Schule aktiv mitgestaltet, hat liebevoll von ihren Begegnungen mit Ruth Werner erzählt. Sie wird uns sehr fehlen.

In der Mitgliederversammlung wird aber auch Bilanz über das Jahr 2019 gezogen, die insgesamt positiv sein wird. Und es geht um die Vorhaben für diese Saison.

Trotz der Einschränkungen durch die Straßensperrungen für Autos von Neuhof nach Carwitz wird die Ausstellung wie gewohnt vom 1. Mai an und in diesem Jahr bis zum 3. Oktober geöffnet sein.

Lesungen und Gespräche werden vorwiegend ab 7. Juli, dem 20. Todestag Ruth Werners, im Scheunenladen stattfinden. Der Plan wird nach Bestätigung durch die Mitglieder bekanntgegeben. Auf eine Veranstaltung machen wir bereits jetzt aufmerksam: Gemeinsam mit dem Kulturverein werden wir im Feldberger Haus des Gastes am Sonnabend, dem 16. Mai, die Buchillustratorin Frau Gertrud Zucker zu Gast haben, die auch Kinderbücher von Ruth Werner bebilderte.

2020 ist der 10. Jahrestag der Vereinsgründung festlich zu begehen, wozu wir schon heute einladen.

Wir freuen uns auch über neue Mitglieder.

Veranstaltungen und Ausstellungsbesichtigungen sind wie bisher kostenfrei, jedoch können wir jede Spende sehr gut gebrauchen. Wir sind ein eingetragener gemeinnütziger Verein, informieren auch über: ruth-werner-carwitz.de

und sind über Becker_Feldberg@t-online.de bzw.

postalisch über Anneliese Schröder, Laevener Straße 8, Ortsteil Neuhof zu erreichen.

Im Auftrag: Ingrid Becker, stellvertretende Vorsitzende

Donnerstag, 16. Januar 2020

Anteilnahme

Liebe Vereinsmitglieder und Freunde Ruth Werners,

wir sind sehr traurig.
Heute gab uns Peter Beurton die Nachricht, dass sein Bruder Maik (Michael) Hamburger gestern gestorben ist. Wir haben Peter und seinen Angehörigen unser Beileid ausgesprochen.
Noch im letzten Sommer haben wir uns mit Maik in Carwitz getroffen. Nun hat er uns kurz vor seinem 89. Geburtstag für immer verlassen. Wir erinnern uns dankbar an Gespräche mit ihm über seine Familie, an seine Freundlichkeit, Herzlichkeit, Aufrichtigkeit. Besonders wird in Erinnerung bleiben, wie er uns das Leben seines Vaters durch den Bericht „Zehn Jahre Lager. Als deutscher Kommunist im sowjetischen Gulag.“ sehr eindrucksvoll nahebrachte. Er regte an, über die würdige Gestaltung des eigenen Lebens nachzudenken und sich für humanistische Werte einzusetzen.
Wir können ihn nicht vergessen.
Vorstand und Mitglieder des Ruth-Werner-Vereins:
Anni Schröder, Ingrid und Achim Becker, Erika Seiffert, Gerlinde Hopp

Samstag, 21. Dezember 2019

RWV in Hans-Fallada-Schule

Am letzten Tag vor den Weihnachtsferien waren wir in den Klassen 4a und 4b der Hans-Fallada-Schule Feldberg zu Gast. Wir haben mit sehr interessierten Schülern nicht nur Kenntnisse über den Namensgeber der Schule aufgefrischt und erweitert – Dazu lasen einige Schüler aus Texten des Autors vor – sondern uns auch zum Thema "Fallada und drei bedeutende Frauen in Carwitz" verständigt: Anna Ditzen, Gabriele Meyer-Dennewitz und Ruth Werner wurden vorgestellt.

Es waren lebendige Stunden, für die sich die Schüler bedankten und die auch uns bestärkten, die Verbindung gerade zu jungen Leuten zu suchen. Allen Mitgliedern und Unterstützern des Ruth-Werner-Vereins wünschen wir auch auf diesem Wege frohe und besinnliche Feiertage und einen guten Start ins hoffentlich friedliche Jahr 2020, des 10. Jahrs des Bestehens unseres Vereins.

Anni Schröder / Ingrid Becker

PS: Viele Grüße mit Landolf Scherzers Weihnachtsbäumchen:

Samstag, 5. Oktober 2019

Die Veranstaltung des Vereins zum Saisonausklang

... war sehr gut besucht und wurde vielfach gelobt.
Zum traditionellen Herbst-Thema „Frauen im antifaschistischen Widerstand“ wurde Einblick gewährt in das aufopferungsvolle Wirken verschiedener Frauen. Sie setzten ihr Leben während des Spanienkrieges 1936 gegen den spanischen und deutschen Faschismus ein. Dazu wurden Auszüge aus Victor Grossmanns Buch „Madrid, du Wunderbare“ mit zu Herzen gehenden Belegen ausgewählt und mit Leidenschaft vorgetragen. Eingeleitet wurde dieser erste Teil wie auch der 2. durch eindrucksvollen schönen Gesang eines jungen Mannes mit Gitarrenbegleitung, der viel Applaus erlangte. Der 2. Teil galt der kommunistischen weltbekannten Sängerin jiddischer Lieder Lin Jaldati, die in Holland im Untergrund gegen die faschistischen deutschen Eroberer auf unterschiedliche Weise kämpfte. Darüber wird in der Doppelautobiographie mit dem Titel „Sag nie, Du gehst den letzten Weg“ schlicht, beeindruckend authentisch und berührend berichtet. Von einer CD erklang ihre Stimme.
Mit selbstgebackenem leckeren Kuchen und Kaffee klang der Nachmittag bei der Erzählung persönlicher Erlebnisse Peter Beurtons über Ruth Werners Beziehungen zu Viktor Grossmann und Lin Jaldadi aus.
Damit ist das Jahresprogramm des Vereins erfüllt.
Der Scheunenladen wurde von einigen Mitgliedern ausgeräumt, die Exponate wurden – wie alljährlich – eingelagert.
Die Vereinsvorsitzende Anni Schröder lud alle Ausstellungsbetreuer und Mitgestalter zu einer Dankeveranstaltung ein. Dabei wird erste Bilanz gezogen als Vorbereitung für das 10. Jahr des Bestehens des Vereins.
Bericht: Ingrid Becker
Aufnahmen: Hans Blasmann

Dienstag, 13. August 2019

Nachlese "Mauerfall und Troika"

Zu der brisanten Thematik „Mauerfall und Troika“ waren nicht so viele Besucher erschienen wie erwartet, aber sehr interessierte. Auch Peter Beurton kam und brachte den der Familie eng verbundenen Autor John Green mit, von dem in unserer Ausstellung sein Buch „A political family“ ausliegt.

Marcus Wolfs Darstellung der unterschiedlichsten, z. T. gegensätzlichen Lebenswege der drei Jungen berührte und erstaunte, da trotz gleicher Erfahrungen in der Jugend in Moskau die Entwicklung der Beziehungen enorm widersprüchlich verlief, aber die Freundschaft erhalten blieb. Und wie dieses Buch, das ja eigentlich ein Film Konrad Wolfs werden sollte, gedanklich den Mauerfall durch seine offene kritische Zeichnung der gesellschaftlichen Verhältnisse nicht nur in der DDR mit vorbereitete, wurde deutlich. Es gab kontroverse Diskussionen zu Gesellschaftsanalysen, Standpunkten, Erziehungsaufgaben, persönlicher Betroffenheit, die aus Zeitgründen leider abgebrochen wurde. Aber hoffentlich wird sie nachklingen und Geschichtsverständnis vertiefen sowie Gedanken über die Zukunft des Zusammenlebens der Menschen befördern sollte.



Vorschau
Die in dieser Saison letzte Veranstaltung im Scheunenladen findet am Sonnabend, dem 28. September, wieder um 14:00 Uhr statt. Es geht als Fortsetzung vom Vorjahr um die Würdigung antifaschistischer Widerstandskämpferinnen.