Montag, 12. Juli 2021

Juli-Nachrichten vom Ruth-Werner-Verein

Die Lesung aus „Ein Sommertag“ fand vor und mit sehr interessierten Zuhörern im Carwitzer Scheunenladen am 10.7. statt. Die Vorstellung des Dorfes Carwitz – im Buch „Tarnow“ –  erfolgte über zwei Ansatzpunkte, nämlich über intensive Natur- und Umweltschilderung und über die Darstellung einiger Dorfbewohner der Vergangenheit: Fischer, Steinschläger, Waldarbeiter, Harzerin.

Interessant war auch, dass Herr Robert Habel, ein Carwitzer Urgestein, die Ereignisse der 50er und 60er Jahre im Ort kenntnisreich kommentierte und handelnde Personen sogar beim richtigen Namen nennen konnte. Ruth Werner war in seinem Hause Feriengast.

Die literarische Verarbeitung dokumentierte Zeitgeschichte und forderte Vergleiche zum Heute heraus.

Der Verein lädt für Sonnabend, den 7. August, 14 Uhr zu einer weiteren Lesung und Gesprächsrunde ein. Da das Buch von Ellen Händler und Uta Mitsching-Viertel „Unerhörte Ostfrauen. Lebensspuren in zwei Systemen“ im vergangenen Jahr auf großes Interesse stieß, steht jetzt von den beiden Autorinnen eine Fortsetzung an: „ProblemZONE Ostmann? Lebenserfahrungen in zwei Systemen“, 2021 erschienen.

Wir treffen uns wieder im Carwitzer Scheunenladen und freuen uns auf viele Besucher.

Sonntag, 4. Juli 2021

Der Ruth-Werner-Verein grüßt wieder

Die Ausstellung zu Leben und Wirken der Kundschafterin und Schriftstellerin Ruth Werner ist wieder geöffnet. Im Scheunenladen in Carwitz (Carwitzer Straße 33) können sich Besucher dienstags bis sonntags von 14 bis 16 Uhr auch über neue Exponate informieren. Eine andere Öffnungszeit kann vereinbart werden über Telefon 01713502980.

Am 07.07. jährt sich zum 21ten Male der Todestag Ruth-Werners. Deshalb laden wir zum Sonnabend, dem 10.07, 14:00 Uhr in den Scheunenladen zu einer Lesung ein. Es geht um Carwitz, das unter dem Namen Tarnow durch einen 10jährigen Jungen vorgestellt wird, der in dem Ort und seiner Umgebung mit seinen Eltern die Ferien verbringt. Interessant dürfte ein anschließend es Gespräch sein, in dem Vergleiche zu heute angestellt werden könnten. Die Geschichte von Ruth Werner „Ein Sommertag“ wurde 1968 veröffentlicht.

Wir freuen uns auf interessierte Besucher.

Ingrid Becker

Freitag, 14. Mai 2021

Ruth Werner lädt wieder ein

Wir haben leider unseren vorgesehenen Termin zur Wiedereröffnung der Ausstellung nicht einhalten können. Aber wir laden herzlich ein, am Sonnabend, dem 15. Mai, zu Ruth Werners Geburtstag, in den Carwitzer Scheunenladen zu kommen. Unter Einhaltung der Coronaregeln werden wir einige neue Exponate vorstellen. Am Vormittag werden wir wieder Blumen zu der vom Feldberger Ortsrat am Weg zum Bohnenwerder aufgestellten Erinnerungstafel bringen.

Die Öffnungszeiten der Ausstellung werden derzeit noch verkürzt sein, und zwar von Donnerstag bis Sonntag 14 bis 16 Uhr, aber auch am Pfingstmontag sind wir da.

Unsere erste Lesung in diesem Jahr bieten wir am 22. Mai, also Pfingstsonnabend, um 14 Uhr an.

Aus der Sicht eines 10 Jährigen gewinnen wir Einblicke in das Leben im Carwitz der 50 / 60er Jahre, und zwar durch Ruth Werners Erzählung „ Ein Sommertag“. Bei gutem Wetter sitzen wir unter grünen Bäumen im Vorgarten unseres Scheunenladens (Carwitzer Straße 33).

Zum Tag der Befreiung haben einige Vereinsmitglieder an einem spontanen Treffen am sowjetischen Ehrenmal im Feldberger Kurpark teilgenommen, das Denkmal mit Blumen geschmückt und die Forderung „Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus“ nachhaltig unterstützt. Das ist auch ein Vermächtnis unserer Ruth Werner.

Wir hoffen, unsere Vereinsmitglieder, ihre Angehörigen, Freunde, Interessenten und Neugierige bald wieder regelmäßig und freudig begrüßen zu können.

Vorstand des Ruth-Werner-Vereins

Mittwoch, 3. Februar 2021

Ein weiteres Lebenszeichen vom Verein

Auch wenn wir noch nicht wissen, wann wir unsere Doppel-Jahresversammlung 20/21 abhalten können, nehmen wir doch an, daß die Ausstellung im Carwitzer Scheunenladen termingerecht am 1. Mai wieder eröffnet werden kann.

Wir haben auch einige Neuigkeiten anzubieten:

So erreichte uns ein Geschenk besonderer Art: Frau Gabriele Senft sandte uns ihren neuen Bildband „Leuchtend prangten ringsum Apfelblüten...“, in dem sie auf Spurensuche geht. Darin ist auch Ruth Werner auf einem Foto vom Tag der Befreiung 1993 am Sowjetischen Ehrenmal in Treptow und mit einem kurzen Text zu ihrem Leben abgebildet.

An Frau Senft, die mehrmals in Carwitz weilte, erinnern wir uns besonders, da wir den letzten Besuch bei dem ältesten Sohn Ruth Werners, der beim Fischer wie so oft Urlaub machte, als gemeinsames Erlebnis hatten.

Maik Hamburger wäre am 12. Februar dieses Jahres 90 Jahre alt geworden.

Ein ganz besonderes Buch hat unser Vereinsmitglied Heiko Haase entdeckt: „Mecklenburg. Ein Gästebuch“ von 1982. Unter vielen prominenten Eintragungen, so von Joh. R. Becher, Franz Fühmann, Hermann Kant, Hans Fallada, Willi Bredel u.v.m. ist auch ein Abdruck aus einer Veröffentlichung Ruth Werners über ein Dorf in der Seenplatte, „Tarnow“ genannt, enthalten; natürlich ist es Carwitz. Das Büchlein ist als „Ein Sommertag“ 1968 eigentlich für Kinder gedacht, ist aber genauso für Erwachsene ein Gewinn, zumal die handelnden Personen sehr wünschen, dass „Tarnow“ nicht entdeckt werden sollte.

Wir wollen bei Zustimmung der Vereinsmitglieder übrigens mit diesem Buch 2021 eine Lesung und Gesprächsrunde gestalten. Außerdem wollen wir uns gerade in diesem Jahr der Erzählung von 1968 „In der Klinik“ zuwenden.

Falls wir uns dazu entschließen, werden wir uns auch öffentlich mit einer Schmähschrift auseinandersetzen, in der über Ruth Werners Lebensart unbewiesene Behauptungen vorgebracht werden und man gar zu deutlich merkt, daß der Verfasser sie verurteilt.

Wir freuen uns trotz zur Zeit noch widriger Umstände auf viele Begegnungen und Besucher mit kreativen Gedanken, mit Hinweisen auf aktuellen Bezug, mit der Absicht, unseren Verein zu stärken oder Ruth Werner kennenzulernen.

Wir hoffen, daß die nd-Leserreise zu Ruth Werners Geburtstag ohne große Einschränkungen stattfinden und dazu beitragen kann, in ihrem Sinne Gedanken von Frieden und Humanität umzusetzen.

Sonntag, 25. Oktober 2020

Abschlussbericht zur Saison 2020

Der Ruth-Werner-Verein hat eingepackt   

Mit der Lesung und Gesprächsrunde am Tag der deutschen Einheit haben wir die Saison im Carwitzer Scheunenladen beendet.

Es ging an diesem Tag um Victor Grossmans Aussagen zu erlebter Vergangenheit: „Ein Ami blickt auf die DDR zurück“ mit sehr gegenwärtigen Wertungen und Aufgabenstellungen für die Zukunft.

Wir haben auch kurz Bilanz gezogen für 2020. Obwohl wir coronabedingt die Jahresversammlung des Vereins nicht durchführen konnten, haben wir dennoch das vom Vorstand vorgelegte Programm im wesentlichen umgesetzt. Die Ausstellung, um einige Exponate bereichert, wurde zum Geburtstag Ruth Werners eröffnet.               

Verschiedene Veranstaltungen fanden statt, so

zum 20. Todestag ein Gedenken an Ruth Werner, auch an Maik Hamburger und Erika Seiffert

Lesung und Gespräch mit Dr. Ellen Händler über „Unerhörte Ostfrauen – Lebenspuren  in zwei Systemen“

Lesung und Gespräch mit Dr, Andrej Reder „Dienstreise. Leben und Leiden meiner Eltern in der Sowjetunion 1935 – 1955.“

Aussprache mit der Buchillustratorin Gertrud Zucker

Lesung zu Frauen im antifaschistischen Widerstand: Lea Grundig und Käthe Niederkirchner

Nachmittag mit Dokumentarfilmen zu Ruth Werner.


Wir haben die Öffentlichkeit informiert und eingeladen, so

mit Plakaten und Handzetteln

in der Strelitzer Zeitung

im KIEK RIN

auf der Internetseite

waren zu sehen oder zu hören im Österreichischen Rundfunk,

in der Neubrandenburger Radiosendung,

hatten Verbindung zum Berliner Freundeskreis Ruth Werner, aber auch zur Olga-Benario-Galerie sowie zum Feldberger Kulturverein

Besonders gefreut haben wir uns über die Herausgabe der Ruth – Werner - Biografie durch Magister Ben Macintyre „Agent Sonja, Lover, Mother, Soldier, Spy“.

Wir hatten jedoch in der Corona -Krise weitaus weniger Besucher in der Ausstellung als in den Vorjahren, nur 716, aber interessante Begegnugen und Gespräche. Viele unserer Reserve - Bücher wurden gern gegen eine Spende mitgenommen, besonders begehrt war „Sonjas Rapport“.

Mehrere Besucher gratulierten dem Verein zum zehnjährigen Bestehen  und wünschten weiterhin gutes Gelingen. Das Gästebuch enthält viele Dankesworte.



Nun haben wir den „Laden“ ausgeräumt und wie  alljährlich Bücher und andere Ausstellungsstücke für den Winter eingelagert, aber greifbar für die Nachbereitung dieses und Vorbereitung des nächsten Jahres. Einige Anregungen und Vorstellungen haben wir bereits notiert in der festlichen  Zusammenkunft des Vorstandes mit den Ausstellungsbetreuern.




Die Vorsitzende Anneliese Schröder bedankte sich sehr herzlich für die von allen ehrenamtlich geleistete  zuverlässige Arbeit. Dank gilt auch dem Sohn Ruth Werners, Dr. Peter Beurton, für seine große und bedeutende Unterstützung des Vereins.


Wir danken allen Freunden, Besuchern, Teilnehmern an Veranstaltungen, Spendern und Unterstützern herzlich und hoffen auf weitere Bereitschaft zum Zusammenwirken bei der Vertiefung unseres Geschichtsbildes,  auch im Hinblick auf zeitgenössische Literatur. Dabei ist und bleibt es Anliegen unseres Vereins, Ruth Werners Auffassungen vor allem von Frieden und Humanität zu vermitteln.

Dienstag, 8. September 2020

Information von der Olga-Benario-Galerie

Die Olga Benario Galerie (Richard-Straße 104, 12043 Berlin Neukölln)

– lädt herzlich ein, den Info-Stand beim Tag der Erinnerung und Mahnung der VVN/BdA am Rosa-Luxemburg-Platz zu besuchen. Er ist am Sonntag, dem 13. September, von 13:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. 

– Weiterhin ist eine Filmvorführung am Sonnabend, dem 17. Oktober, um 15:00 geplant: „Olga Benario, ein Leben für die Revolution“. Es ist ein Dok. - Film von Galip Iyitanir aus dem Jahr 2004, der 96 Minuten dauert. Anmeldung über: forum@galerie-olga-benario.de, 030 680 59 387 (Bitte Maske mitbringen)

– Außerdem wird eine Ausstellung angeboten bis Ende Oktober, die zu besichtigen ist Mo., Di., Do., Fr. von 15:00 bis 19:00 Uhr sowie Sbd. 19.9., 26.9. und 10.10. von 15:00 bis 18:00 Uhr „Mascha + Nina + Katjuscha – Frauen in der Roten Armee 1941-1945“. Es ist eine Wanderausstellung des Deutsch-Russischen Museums Berlin Karlshorst.

Montag, 7. September 2020

Veranstaltungen zum Saisonende

Am Sonnabend, dem 26. September, 14:00 Uhr wird die Reihe „Frauen im antifaschistischen Widerstand“ im Carwitzer Scheunenladen fortgesetzt. In diesem Jahr stehen die Malerin und Graphikerin Lea Grundig und die gelernte Schneiderin.die Kommunistin Käte Niederkirchner im Mittelpunkt. Sie wurde in Ravensbrück ermordet. Ihren Namen trug die ehemalige Feldberger Jugendherberge. Wie in der Lesung mit lebhaften Gesprächen zu Dr. Andrej Reders Buch “Dienstreise - Leben und Leiden meiner Eltern in der Sowjetunion von 1935 bis 1955“ geht es nicht nur um die Vergangenheit, sondern vor allem um Lehren aus der bedrückenden Geschichte für heutiges Handeln.

In diesem Jahr werden wir nicht am 30. September, unsere Ausstellung schließen, sondern den Tag der Deutschen Einheit für den Saisonabschluß nutzen. Da der Autor corona- und altersbedingt leider nicht teilnehmen kann, werden wir aus seinem 2011 erschienenen Buch „Ein Ami blickt auf die DDR“ lesen und unsere Gedanken zum Tag austauschen. Wir wünschen dem 92 jährigen Victor Grossman alles Gute und treffen uns also am Sonnabend, dem 3. Oktober, um 14:00 Uhr im Carwitzer Scheunenladen.

Damit beenden wir das Auftreten unseres Vereins in der Öffentlichkeit für dieses Jahr mit dem Hinweis, dass wir unser Programm – wenn auch mit Einschränkungen, die die Teilnehmerzahlen betreffen – doch erfüllt haben; aber die inhaltliche Auswertung folgt noch. Allen, die zum Erfolg beitrugen, gilt schon heute unser Dank.